Revolution als Grenzerfahrung

Filme über Rebellion und Aufbruch und der Ambivalenz von Revolutionen

Die Weltgeschichte ist voller Widerstand gegen schmerzhaft empfundene Ungleichheit. Ob aus der Rebellion gegen die als unhaltbar empfundenen Zustände eine neue Unfreiheit oder der Aufbruch in eine bessere Zukunft entsteht – immer sind es Menschen, die aus der gesellschaftlichen Normierung auszubrechen bereit sind, die sich für das von ihnen empfundene „höhere Gut“ sichtbar machen und dabei nicht selten ihr Leben und das ihrer Liebsten riskieren. Ob sie das alleine oder im Kollektiv tun – im Untergrund oder als Performance-Kunst, bei Protesten oder gar im bewaffneten Konflikt. Letztes Beispiel in unmittelbarer europäischer Nachbarschaft: Die Unruhen, die im Winter 2013/14 auf dem Kiewer Maidan, dem Platz der Unabhängigkeit, losbrachen und in mehreren Eskalationsstufen bis zum russischen Angriffskrieg in der Ostukraine führten. In dieser Kollektion stellen wir Filme vor, die Geschichten von Rebellion und Aufbruch erzählen, vom Streben nach Freiheit und dem Auflehnen gegen Ungerechtigkeit. Manchmal mündet der Aufstand in der Unterdrückung „des Anderen“, führt zu neuer Ohnmacht und noch mehr Brandherden. Oft aber wird er als Grundlage für eine neue, demokratischere Aufteilung von Wohlstand und Einflussnahme angesehen. Eine Grenzerfahrung ist die Revolution in jedem Fall.
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